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Moo Malika hatte ihre neuen Songs mit Ben Mühlethaler bereits auf Englisch produziert. Für sie fühlte sich dies jedoch irgendwie nicht richtig an. Sie hatte grosse Lust darauf, Ihre Songs auf Bärndütsch du schreiben – dies ihrem Label oder ihrem Produzenten gegenüber zu äussern getraute sie sich jedoch nicht, da man von ihr englische Songs erwartete. In einer Songwriting Sessions mit Steff la Cheffe begannen die beiden Bernerinnen ein Gespräch über Kunst und das Leben. Folgender Satz fiel von Steff und machte Moo mutig: «In der Kunst ist es so wichtig authentisch zu sein und zu machen, worauf man von Herzen Bock hat.» Als Moo Steff dann mitteilte, dass sie schon länger mit dem Gedanken spielt Berndeutsch zu schreiben, verfassten die beiden den Text kurzerhand neu. Moo: «Englisch ist international. Ich verstehe deshalb, dass viele Künstler*Innen diese Sprache bevorzugen. Aber ich möchte, dass die Leute in meinem Umfeld meine Texte verstehen, sich damit identifizieren und meiner Geschichte folgen können. Für mich ist Songwriting nicht, verzweifelt zu versuchen einen Hit zu schreiben, sondern (ja, manchmal auch verzweifelt) zu versuchen, meine Gefühle auf Papier zu bringen.”

Deshalb hat sie die neu erscheinende Single ENY mit geschlossenen Augen geschrieben. Der Song kommt aus ihrem Innersten, weshalb wohl auch ihre tunesischen Wurzeln im Song hervorblitzen. ENY bedeutet auf tunesisch «ICH» und genau darum geht es in diesem Song. Moo kam früh vom gesellschaftlich akzeptierten Weg ab, da für sie ihr zu Hause kein sicherer Ort war. Sie landete in Notaufnahmegruppen für Jugendliche, zog mit 13 das erste Mal an einem Joint und konsumierte mit 15 das erste Mal Kokain und MDMA. Ihr Herz liess sie dabei immer wissen, dass sie auf dem falschen Weg war. Es dauerte jedoch seine Zeit bis Moo sich dazu entschied, auf ihr Herz zu hören. Eines Tages folgte sie jedoch dem Ruf und krempelte ihr Leben um. Sie zog wieder bei ihren Eltern ein, wurde clean, beendete ihre Ausbildung zur Kauffrau und absolvierte mehrere Weiterbildungen. Heute steht sie auf beiden Beinen im Leben, arbeitet neben der Musik für die Bundesverwaltung, hat einen tollen Hund und wird nächstes Jahr ihre grosse Liebe heiraten. ENY beschreibt also die Verwandlung von diesem gebrochenen Teenager zur gesunden, erwachsenen jungen Frau. Berndeutsch gepaart mit tunesisch, verpackt in ein Elektro poppiges Soundgewand ergibt etwas ganz neues für die Ohren.

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